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Planungsphase Null

Wie planen selbst!

Projekte – Spielräume – Stadt – Zukunft

Jugendliche gestalten ihre Lebenswelt

Idee

In der Planungsphase Null planen Kinder ihre Spielumgebung, damit sie sich diese von Beginn an aneigenen, sich darin wohlfühlen und Verantwortung übernehmen. Jeder weiß, dass Kinder anders auf die Welt schauen als Erwachene – ihr Blick ist weniger verstellt mit all dem was nicht möglich ist. Sie schöpfen aus dem Vollen und sind dabei doch ganz im Hier und Jetzt. Sie wollen zwar keine Luftschlösser, aber Räume in denen sie ihre Fantasie ausleben und Demokratie praktisch erleben können.


Konzept

Die Kinder starten in unterschiedlichen Gruppen mit entsprechenden Erkundungsaufträgen zu einer Expedition in noch unberührtes Gebiet. Sie erforschen in den Expertenteams Vermesser (die Techniker), Biologen (die Naturexperten), Spielexperten (die Erfinder) und im Dokumentationsteam (die Fotografen und Reporter) Möglichkeiten für die Spielraumgestaltung.

Im Rahmen der Expedition entstehen fantasievolle Ideen und Geschichten, die dem späteren Spielplatz sein Motto geben. Dem Motto entsprechend machen die Kinder in Planungsgruppen, in denen verschiedene Experten zusammenarbeiten, Gestaltungsvorschläge und gestalten modellhaft ihre Vorstellung von einer reizvollen Spielwelt. Diese stellen sie sich gegenseitig und der Öffentlichkeit vor.

Umsetzung

Die weitere Planung der Spielplätze kann sich an den Empfehlungen und Ideen der Kinder orientieren bzw. diese in die Praxis umsetzen. So entstand am Hoffmannsweg in Mülheim an der Ruhr ein Spielplatz nach dem Motto “Dschungel mit viel Sport”. Der Dschungelspielplatz wurde 2010 im bundesweiten Wettbewerb der Stiftung DIE GRÜNE STADT unter “Grüne Spielplätze” ausgezeichnet.

Ebenfalls in Mühlheim an der Ruhr befindet sich die “Hasenheimat im Hasenbergtal”, ein nach den Vorstellungen des Planungsbüros “Wilde Ideen” gebauter Spielplatz mit einem riesigen Kletterhasen im Zentrum.

Der Spiel- und Toberaum Westpark in Dortmund bietet unterschiedlichen Altersgruppen vielfältigen Spielmöglichkeiten mit vielen Kletterelementen.

Die Idee

Jugendliche entwickeln Gestaltungsideen zu einem Lebensbereich, der sie betrifft. Dadurch verändern sie aktiv ihr Umfeld und setzen Visionen auch für die Zukunft um.

Methodische Ansätze sind beispielsweise Zukunftswerkstätten oder Sozialraumanalysen.
Die hier vorgestellten Planungswerkstätten verlaufen in den Schritten gegenseitiges Kennenlernen und Erkunden von Raum bzw. Gelände, Entwicklung von Ideen für den Raum, Bildung von Interessensgruppen, Skizzieren und Modellbau praktisch, Präsentation und Dialog sowie Dokumentation mit Empfehlungen für Entscheider.

Die Rolle des Teams besteht immer darin, moderierend, koordinierend und anregend
tätig zu sein, ohne inhaltlich manipulierend einzugreifen. Alle Ergebnisse werden
akzeptiert und die Jugendlichen werden darin unterstützt ihre Wünsche und Interessen inhaltlich zu fassen.

“Bau-Art“

Im Projekt Bau-Art schließt sich an die Planungsphase eine Bauphase mit der Keramik-Künstlerin Carla Binter an.
Vor dem Haupteingang der Schule wird ein künstlerisches Objekt installiert, dass für den gesamten Stadtteil zugänglich ist. Es handelt sich um eine Säule mit Keramikelementen, die von den Schülerinnen und Schülern der Design-Klasse 9b zu ihren Themen gestaltet wurde und als beleuchtetes Objekt den Eingangsbereich der Schule schmückt.

“Schulhof Nette”

Das Beteiligungsverfahren zur Gestaltung des Außengeländes war das Ergebnis eines Mediationsprozesses mit Akteuren aus dem Stadtteil Nette. An der Planungswerkstatt nahmen insgesamt 96 delegierte Kinder und Jugendliche der Realschule, des Gymnasiums und der Jugendfreizeitstätte, die alle denselben Schulhof nutzen, teil. Auf der Grundlage einer Befragung aller Schülerinnen und Schüler entwickelten die Delegierten Ideen und Modelle für Begrenzungen, Spielmöglichkeiten und Aufenthaltsräume. Die Projektschneiderei arbeitete daran mit den älteren Jugendlichen. Die Ergebnisse wurden den Schülerschaften, den Lehrerkollegien sowie der Bezirkspolitik präsentiert.

Für Erwachsene

Heldenworkshop

Unter dem Motto „Die Welt will Helden, also geben wir ihr welche“ entwickeln Kreative aus unterschiedlichen Berufsfeldern Heldenbilder, die auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Katastrophen reagieren.


Im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit Maike Tiedemann
Oktober 2002 bis Februar 2003

Konzeptentwicklung
Moderation

Konzeption und Leitung

Uta Schütte-Haermeyer
Christine Bargstedt
Projektschneiderei

In Zusammenarbeit mit

Silvia Rutzen

Auftraggeber

Stadt Mülheim an der Ruhr
Stadt Dortmund Jugendamt

Projektlaufzeit

verschiedene Projekte 2008-2010

Fotos

Volker Beushausen

Bau-Art

Konzeption und Leitung

Carla Binter
Christine Bargstedt

Auftraggeber

Genety e.V. Hamburg

In Zusammenarbeit mit

Ina Janssen, Stadtteilschule Wilhelmsburg

Fotos

Petra Wollny

Projektlaufzeit

September 2010 bis Januar 2011

Schulzentrum Nette

Konzeption und Gruppenleitung

Christine Bargstedt
Sofie Eichner (StadtRaumKonzept Dortmund)

Auftraggeber

Stadt Dortmund Jugendamt

Projektlaufzeit

Mai bis Oktober 2009

Projektbilder